Die sportlichen Möglichkeiten für Asthmatiker

Asthmatiker sind einer geswoman jogging outdoorsundheitlichen Einschränkung ausgesetzt, die den Lebensalltag zu einem wesentlichen Teil mitbestimmt. Das bedeutet aber nicht, auch im Zusammenhang mit körperlicher Betätigung, dass Betroffene von bestimmten Aktivitäten per se ausgeschlossen sind. Vorausgesetzt es werden bestimmte Regeln beachtet und Vorsichtsmaßnahmen getroffen, ist die Ausübung von Laufsport und anderen (Ausdauer-)Sportarten sinnvoll und sogar förderlich.

Was bei Asthma passiert und wodurch es ausgelöst wird

Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Durch diese liegt eine erhöhte Reizempfindlichkeit vor, die zu einer Verkrampfung der Bronchien und einem Anschwellen der Schleimhäute führen kann. Die Folge sind Husten, Kurzatmigkeit und Anfälle von Atemnot. Obwohl die auslösenden Faktoren für Asthma nicht eindeutig geklärt werden können, spielen bestimmte Dinge wie genetische Vererbung und bestimmte Umwelteinflüsse eine Rolle. Denkbare Auslöser sind:

– eine vorangegangene Atemwegserkrankung
– Allergien (Bsp.: Tierhaar- oder Hausstaubmilbenallergie)
– unspezifische Reize wie trockene oder kalte Luft, Tabakqualm, Abgase
– Stress

Asthma ist nicht gezielt heilbar und die Einnahme von Medikamenten unumgänglich. In Kombination mit wichtigen Atemtechniken und Verhaltensweisen lässt sich der Alltag jedoch ohne Einschränkung und beschwerdefrei gestalten.

Wann die Ausübung von Sport sinnvoll ist

Regelmäßiges Training und das Erreichen eines guten Trainingszustandes helfen dabei, die Lungenfunktion zu verbessern. Demnach kann die sportliche Betätigung das Asthma verbessern und Asthmaanfällen vorbeugen. Wichtig ist, insbesondere im Ausdauersport, die Einhaltung von Aufwärm- und Regenerationsphasen. Bevor die sportliche Aktivität aufgenommen wird, sollte eine gründliche Untersuchung beim Arzt und Beratung durch einen Spezialisten erfolgen. Dazu gehört auch die Durchführung eines Belastungstests, um den Trainingszustand beurteilen zu können und mögliche Grenzen frühzeitig zu erkennen. Sportler, die von Asthma betroffen sind, sollten ihren Körper genau kennen und im Umgang mit Notfallmedikamenten geschult sein.

Wichtige Regeln beim Sport und präventive Maßnahmen gegen Asthmaanfälle

Für jegliche Art von Ausdauersport, ob Laufen, Walken oder Radfahren gilt bei Asthma: Er sollte dann ausgeübt werden, wenn eine Verbesserung der Atmung und des Asthmas erreicht werden soll. Damit diese positiven Auswirkungen nicht gegenteilig ausfallen, ist auf das Einhalten einer maximalen Puls- beziehungsweise Herzfrequenz zu achten. Diese entspricht dem Alter, der Statur und dem Leistungslevel. Für eine gezielte Kontrolle empfiehlt sich das Tragen einer Pulsuhr. So bleiben die Werte bei der sportlichen Betätigung immer im Blick und das Risiko einer Überlastung wird minimiert. Asthmatiker sollten stets einen schonenden Belastungsbeginn mit einer langsamen Steigerung vollziehen. Wer zu schnell in die Belastungsphase eintritt, setzt sich dem Risiko von Atemnot und Hyperventilation aus. Als weitere vorbeugende Maßnahme eignet sich die Einnahme eines Medikaments zur Bronchienerweiterung mittels Inhalator.

Medikamentöse Behandlung vs. Dopingvorschriften

Damit Sportler mit Asthma ihr Training ohne Gefährdung voll ausschöpfen können, ist die Unterstützung mit Medikamenten notwendig. Im Leistungssport sollte jedoch beachtet werden, dass es bestehende Dopingvorschriften gibt. Wichtig sind genaue Nachweise über die Erkrankung und die damit einhergehende Medikamenteneinnahme. Vor der Teilnahme an Wettkämpfen ist ein entsprechendes Doping-Kontrollformular auszufüllen.

Erlaubt ist die Einnahme folgender Substanzen:

– Salbutamol (maximale Dosis von 1600 µg pro 24 h)
– Salmeterol
– Formoterol (maximale Dosis von 54 µg pro 24 h)

Andere Beta-2-Agonisten (Mittel zur Bronchienerweiterung) sind aufgrund ihrer möglichen anabolen Wirkung verboten.

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