3:2 gegen HFC: Dresden untermauert Aufstiegsambitionen

Lange Zeit war es spannend, doch am Ende hat es gereicht – und zwar, weil Dresden Köpfchen bewiesen hat. Mit dem 3:2 gegen den Halleschen FC übernimmt Dynamo die Tabellenspitze erneut, Aufsteiger Magdeburg fällt wieder auf die erste Verfolgerposition zurück, allerdings mit demselben Punktestand und einer geringfügig schlechteren Tordifferenz.

Spannendes Spiel bis zum Schluss, Favoritenrolle bestätigt

Wer vor dem Spiel seine Wette online platziert hat, der hat die Dresdner Favoritenrolle in klaren Zahlen präsentiert bekommen. Mit einer Quote von 1.70 gegenüber 4.40 waren die Rollen klar verteilt, doch dass es im Fußball nicht immer den Quoten entsprechend abläuft, wurde am Mittwoch einmal mehr deutlich. Denn es war wirklich knapp: Dresden ging durch Justin Eilers früh in Führung, doch Halle drehte das Spiel wider Erwarten. Erst zwei späte Kopfballtore in der 85. und 87. Minute sorgen für einen erneuten Führungswechsel, als Torschützen ließen sich Michael Hefele und Giuliano Modica feiern. Eine weitere positive Nachricht: Justin Eilers führt nun mit fünf Toren die Torschützenliste an, auf den Fersen sind ihm Christian Beck (1. FC Magdeburg), Lucas Höler (Mainz II) und Anton Fink (Chemnitzer FC) mit jeweils vier Treffern.

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Eine weitere Fußballregel lautet: Am Ende zählen nur die Punkte. Letzten Endes können sich die Kicker des Halleschen FC nichts von ihrer starken Leistung kaufen, stattdessen befindet man sich nun mit mageren drei Punkten auf Abstiegsrang 18. Für beide Teams ist die Richtung der nächsten Wochen damit klar – und es könnte nicht weiter auseinandergehen. Denn während Halle sich nun bereits ernsthaft mit dem Abstieg auseinandersetzen muss, sind die Dresdner Aufstiegsambitionen kein Geheimnis mehr. Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus scheint in der Saisonvorbereitung somit an den richtigen Schrauben gedreht zu haben, denn nicht nur die Punkteausbeute überzeugt, sondern auch die Art und Weise, wie das Team auf schwierige Situationen reagiert, überzeugt bislang auf ganzer Linie.

Was steht an – und was sagen die Quoten?

Und am nächsten Spieltag wartet bereits der nächste Underdog. Dynamo reist in den hohen Norden, nämlich zur zweiten Mannschaft von Werder Bremen, die aktuell mit vier Punkten und der schlechtesten Tordifferenz der Liga auf Platz 17 steht. Die Vorzeichen sind also ganz ähnlich: Dresden tritt als Favorit an, darf sich jedoch auf Gegenwehr gefasst machen. Die Buchmacher bestätigen das, denn die Siegquote für Dynamo klingt mit 2.10 angesichts der Tabellensituation recht bescheiden. Anderseits bedeutet sie natürlich umso bessere Chancen, falls sich der Favorit doch durchsetzt. Einen Sieg der Bremer erwarten die Wettportale übrigens mit derselben Wahrscheinlichkeit wie ein Unentschieden.

Football or soccer ball at the kickoff of a game - outdoors

Beim Blick in den Rückspiegel sollte Dynamo übrigens nicht nur auf den FC Magdeburg achten. Denn auch Erzgebirge Aue hat sich positioniert: Aue möchte direkt zurück in Liga 2, soviel stand bereits vor der Saison fest, und nach dem 1:0 gegen Aalen liegen die Sachsen nun auf dem dritten Platz, der die Relegation bedeuten würde. Die anstehende Partie bei den Würzburger Kickers könnte also richtungsweisend sein, denn die Franken befinden sich aktuell im grauen Mittelfeld der Tabelle, jedoch mit aufsteigender Tendenz. Denn den wenigen Toren der Würzburger stehen noch weniger Gegentore gegenüber; Dynamos Sturm um Justin Eilers braucht also nicht auf ein Schützenfest zu hoffen.

Es bleibt also spannend in Liga 3 und schon jetzt steht fest, dass es sich auch diese Saison bestätigen könnte, dass es in den unteren Profiligen enger zugeht als im Oberhaus, wo Experten auch in dieser Spielzeit einen Durchmarsch der Bayern erwarten. Dass Dortmund bislang Schritt halten kann, kommt umso erfrischender beim Publikum an, doch nach lediglich zwei Spieltagen sind noch keine Prognosen möglich.

Gute Nachricht am Rande: Deutscher Fußball in voller Stärke international vertreten

Übrigens: Trotz des Dresdner Sieges lag der Fokus von Fußballdeutschland am Mittwochabend auf einer anderen Begegnung. Mit einem überzeugenden 3:0 konnte Bayer Leverkusen die Qualifikation gegen Lazio Rom (0:1 im Hinspiel) noch zum Guten wenden, sodass die Bundesliga nun mit vier Mannschaften in der Champions League Gruppenphase vertreten ist. Das ist zum einen gut für die Fünfjahreswertung, zum anderen verspricht es noch mehr Spannung für deutsche Zuschauer an kalten Winterabenden.

Bild 1: ©istock.com/Aksonov

Bild 2: ©istock.com/CreativaImages

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