29. Spieltag HC Elbflorenz vs. SCM Youngsters 23:28

Was werden die „Spione“ der Relegationsgegner nach dem Spiel Tabellenführer 3. Liga Ost gegen Tabellenzweiter 3. Liga Ost gedacht haben. Was es auch war, mit großen Sorgenfalten werden sie nicht in die Heimat zurückgekehrt sein. Eigentlich stimmte alles: Volle Halle, gute Stimmung und eine Aktion für einen wirklich guten Zweck. Was halt nicht stimmte, war insgesamt die HC-Leistung auf der Platte. Die Dresdner rücken sich mit solchen Leistungen ungewollt immer mehr in eine Außenseiterposition für die Relegation. Dies mag manchmal mental eine einfachere Position sein. Ob jedoch die Underdog-Rolle wirklich zu einem Zweitplatzierten in der 3. Liga passt, wenn der sich mit anderen Zweitplatzierten aus dem gleichen Spielklassenniveau vergleicht, bleibt abzuwarten.

Es waren mit Sicherheit die besten 15 Minuten die der HC Elbflorenz in letzter Zeit gespielt hat. Die Heimmannschaft war sofort im Spiel. Der zuletzt so hakende Angriff hatte bis zu 13. Minute sieben Mal zugeschlagen und die Abwehr im Verbund mit einem guten Timo Meinl den Gegner bei nur drei Treffern gehalten. Dabei trafen die Gastgeber durchaus sehenswert. Vor allem die linke Angriffsseite mit Tim-Philip Jurgeleit und Tjark Desler brachten viel Bewegung ins Spiel. Es waren noch keine 10 Minuten gespielt und SCM-Trainer Bennet Wiegert musste die Auszeit nehmen. Nach der Auszeit kamen die Gäste zunehmend besser ins Spiel. In der 15. und 16. Minute ließen die Dresdner beim Stand von 7:5 bzw. 7:6 klarste Einwurfchancen ungenutzt bzw. scheiterten am sich steigernden Gäste-Keeper Ambrosius. Das der siebte HC-Treffer von Rico Göde in der 14. Minute für lange Zeit der letzte sein sollte, kristallisierte sich in der Folge immer mehr heraus. Die Dresdner hatten das ganze Portfolio zu bieten, um den Gegner uneinholbar davonziehen zu lassen. Einfache technische Fehler wechselten sich mit schlechter Wurfauswahl und der Vergabe bester Chancen ab. Für die Gäste ein gefundenes Fressen, denn nun kam die Magdeburger Konter-Maschine richtig in Schwung. Bis zur Halbzeitpause hatten die Dresdner schon eine 8-Tore-Hypothek angehäuft (7:15). Eigentlich unerklärlich wie man innerhalb einer Halbzeit so unterschiedlich auftreten kann.

Als die Gäste dann innerhalb von 80 Sekunden zu Beginn der 2. Spielhälfte noch zwei Mal zuschlugen (7:17), war das Spiel entschieden. Nach, an Handballmaßstäben gemessenen, unglaublichen 20 torlosen Minuten, traf der HC Elbflorenz in der 34. Minute zum 8:17. In der 44. Minute führte das junge Team aus Magdeburg immer noch mit 10 Treffern (12:22) und strebte einem ungefährdeten Sieg entgegen. In der Schlussviertelstunde fanden die Dresdner dann wieder vermehrt zum Spiel der Anfangsphase zurück, ohne zu verkennen, dass der Gegner nicht immer 100 Prozent bei der Sache war. Vor allem über den Kreis waren die Dresdner erfolgreich. Dies war im Übrigen die Komponente im HC Elbflorenz Spiel, welche der SCM nie richtig in den Griff bekam. Rico Göde machte erneut ein starkes Spiel und war zudem mit 8 Treffern bester Torschütze seines Teams. Daneben holte er noch zwei Strafwürfe heraus. Auch der leider später verletzt ausscheidende Spielmacher Lars Lumpe hauchte dem Dresdner Spiel noch einmal mehr Leben ein. So konnten die Dresdner das Ergebnis am Ende noch etwas korrigieren und verloren mit 23:28.

Fazit: Die Fakten sprechen für sich. Teilweise mit 10 Toren im Hintertreffen und ganze 20 Minuten kein Torerfolg, jenes erlaubt keinen Punktgewinn gegen irgendeinen Gegner in der 3. Liga Ost. Die mittlerweile 6 Punkte Abstand zum verdienten Meister aus Magdeburg (Gratulation!!!) fühlten sich zwischenzeitlich sehr viel deutlicher an. Ja, die Dresdner haben eine super Anfangsviertelstunde gespielt und ja, sie haben auch nach großem Abstand nicht aufgegeben und noch einmal ja, es ging gegen das beste Team der Liga. Alle drei Sachen wiegen aber den Eindruck zwischen der 14. und 34. Minute nicht auf. Damit haben die Dresdner in der Rückrunde bisher 14:14 Punkte geholt. Es wäre im Blick auf kommenden Aufgaben wichtig, im letzten Spiel in Leipzig noch einmal Selbstvertrauen zu tanken.

Um mit etwas erfreulichem abzuschließen: Die Aktion „Herz gewinnt“ welche federführend vom HC unterstützt wird, konnte einige Einnahmen verbuchen und war so der Gewinner des Spieltages! Alle Details zu dieser Aktion und Informationen zum Spendenkonto können unter dem Link http://saegeling-mt.de/herzgewinnt nachgelesen werden.

Tore: Jurgeleit 5/2, Lumpe 2/1, Desler 1, Göde 8, De Sanstis 2, Blasczyk 1, Mertig 3, Matschos 1, Gaida, Bajorhegyi, Hartmann, Meinl/ Balster (beide Tor)

Pressemeldung HC Elbflorenz
Web: www.hcelb.de

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