HC Elbflorenz vs. HSC Bad Neustadt 20:16

In zweierlei Hinsicht war das Ende des Spieles gegen den HSC Bad Neustadt wie der Schlusspunkt einer Zeitreise. Einmal weil das Ergebnis von 20:16 eher aus Zeiten bekannt ist, in denen der Oberlippenbart das Handballfeld regierte und auf der anderen Seite, weil Leute die schon länger im Verein sind, vielleicht noch einmal daran zurückdachten, wie alles mit bescheidenen Mitteln in der Minihalle im Jägerpark im Dresdner Norden begann und wie nun 9 Jahre später der Traum von der 2. Liga lebt.

Im Wesentlichen war zunächst der Gast aus Franken im Spiel. So führte der HSC nach knapp 10 Minuten zu Recht mit 4:7. Dabei agierten die Gäste vor allem in der 1. und 2. Welle überzeugend. Im Positionsangriff deutete sich bei den Gästen aber auch schon in dieser Phase an, dass die Dresdner Abwehr an diesem Tag schwer zu knacken sein sollte. Zudem sprechen die Zahlen des nach ca. 10 Spielminuten eingewechselten HC Keepers Timo Meinl für sich. Nur einen Gegentreffer in den letzten 20 Minuten der 1. Halbzeit sowie insgesamt 13 Paraden bei nur 9 Gegentoren sind nicht gerade alltägliche Werte. Nach einem Nichtangriffspakt zwischen der 10. und 17. Minute, schafften es die Dresdner endlich auf 5:7 zu verkürzen. 5 Minuten später hatte man dann sogar erstmals die Führung übernommen (8:7). Leider folgte dieser guten Phase wieder eine etwas schwächere. Gerade im Blick auf die Chancenverwertung hätte die Führung zur Halbzeitpause schon 2 bis 3 Tore höher ausfallen müssen als das letztendliche 9:8.

Nach dem Anpfiff dauerte es nicht lange und die Dresdner Abwehr hat den HSC wieder ins Zeitspiel gezwungen. Im Gegenzug traf Rico Göde vom Kreis zum 10:8. In der 35. Minute konnte der HC Elbflorenz dann erstmals auf 3 Tore erhöhen (11:8). In der 40. Minute führten die Hausherren weiterhin mit 3 Treffern (14:11). Jedoch kam der HSC noch einmal zurück und verkürzte auf 14:13 und wenig später auf 15:14. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr. Das 16:14 schweißte der HC Halblinke Tjark Desler in den Winkel des HSC Gehäuses. Gabriel De Santis machte das 17:14 und Rückkehrer Lars Lumpe traf sehenswert per Konter zum 18:14. Als Jörg Reimann dann in der 56. Minute unnachahmlich zum 19:14 traf, war endgültig der Deckel drauf. Als Emil Feuchtmann für den HSC in 58. Minute zum 19:15 traf, waren seit dem letzten Treffer der Franken 13 Minuten vergangen. Die Dresdner Abwehr hatte erneut Beton angerührt. Am Ende konnte der HC Elbflorenz einen verdienten 20:16 Heimerfolg feiern und die seine super Heimbilanz weiter ausbauen.

Fazit: Die Relegation ist im Sack. Es gibt kein Zittern bis zum letzten Spieltag. Zustande kam der Sieg vor allem aufgrund einer überragenden Defensivleistung gepaart mit einem starken Timo Meinl im Tor. In der Offensive hakte es allerdings erneut. Nach 4 Niederlagen in Folge war allerdings nur eines wichtig: Ein Sieg, egal wie! Dabei zeigte das Team von Peter Pysall wie schon in Nieder-Roden eine starke Moral. Erneut konnte der HC Elbflorenz sich dabei auf die Unterstützung seiner tollen Fans verlassen. DANKE!

Tore: Bastian 1, Bajorhegyi, Hartmann, Jurgeleit 4/2, Lumpe 1, Desler 4, Göde 3, Reimann 1, De Santis 4, Blasczyk 1, Matschos, Gaida, Meinl/Balster (beide Tor)

Pressemeldung HC Elbflorenz
Web: www.hcelb.de

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