25. Spieltag: SV Anhalt Bernburg vs. HC Elbflorenz 30:26

Nun ist es doch passiert, der HC Elbflorenz hat zwei Spiele in Folge verloren. An sich keine große Sache, auch bei den selbst erzeugten und gewachsenen Ansprüchen. Die Art und Weise wie die Niederlage zustande kam, ist allerdings schon eine genauere Betrachtung wert. Nach der neuerlichen Niederlage im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt, hat der HC Elbflorenz damit kein Spiel in dieser Saison im „Land der Frühaufsteher“ gewonnen. Ähnlich ging es den Dresdnern im letzten Jahr in Hessen bzw. in der hessisch-bayerischen Grenzregion.

Beide Mannschaften starteten mit offensiven Deckungsvarianten in das Spiel und bei beiden war dies relativ erfolglos. So gingen beide Teams nach knapp fünf Minuten wieder in die 6:0-Deckung zurück. Bis zum 5:6 waren die Dresdner denkbar knapp in Front. Zu diesem Zeitpunkt hatte der HC Elbflorenz schon zwei Kontertore kassiert. Das Thema Konter brach den Dresdnern dann am Ende auch mit das Genick. Alleine in Halbzeit Eins kassierte man fünf Gegenstoß-Tore. Was auch daran lag, dass der HC Elbflorenz bis zur Halbzeit acht technische Regelfehler produzierte. Nachdem Dresden nach einem tollen Spielzug den 9:9 Ausgleich verpasste, ging es mit den Sachsen nach und nach dahin. Die Bernburger setzten sich Stück für Stück bis auf fünf Tore ab (17:12). Zwischen diesem Ergebnis Anfang der 29. Minute und dem knappen 9:8 in der 14. Minute lagen eine doppelte Unterzahl für den HC Elbflorenz, viele leichte Fehler, ein uninspiriertes Angriffsspiel und ein Gastgeber der bei angezeigtem Zeitspiel immer wieder Tore erzielte. Dies änderte sich im Übrigen bis in die 52. Minute kaum. Bei sechs Situationen mit Zeitspiel kassierte der HC Elbflorenz fünf Treffer, auch das machte an diesem Tag den Unterschied. Zur Halbzeit traf jedes Team noch einmal, sodass die Bernburger mit einer 18:13 Führung in die Kabine gingen.

Der HC Elbflorenz kam aus der Kabine und hatte sich viel vorgenommen, umsetzen konnte die Pysall-Sieben davon wenig. Der noch mit am besten aufgelegte HCE-Keeper Marcel Balster startete mit zwei Paraden in die zweite Halbzeit. Jedoch verstand seine Vordermannschaft das Signal nicht. Das 19:14 kassierte man genauso bei angezeigtem Zeitspiel wie das 20:14. Nach einem Fehlwurf kam dann noch das 21:14 per Konter hinzu. In Folge entglitt den Dresdnern die Partie gänzlich. Beim 27:18 in der 45. Minute drohte den Dresdnern ein Debakel. Vorher hatten die HCler zu allem Übel auch noch eine rote Karte kassiert, Denny Mertig musste in der 42. Minute vom Feld. Ab der 50. Minute klappte bei den Gastgebern, welche mit Franz Flemming im SV Tor einen starken Rückhalt hatten, auch nicht mehr alles. Die Dresdner provozierten einige Ballgewinne und kamen nun auch zu leichten Treffern. Durch die ganz passable Schlussphase, in der vor allem Alexander Matschos traf, konnte der HC Elbflorenz das Ergebnis noch ganz erträglich gestalten und die zweite Halbzeit am Ende sogar für sich entscheiden. Schlussendlich war dies beim der absolut verdienten 30:26 Niederlage aber nur noch Makulatur.

Fazit: Der HC Elbflorenz ist derzeit zu leicht zu bespielen bzw. ausrechenbar. In Bernburg machte man zudem zu viele leichte Fehler und spielte so dem starken Gegenstoß-Spiel der Gastgeber in die Karten. Die Mannschaft von Peter Pysall tritt derzeit nicht wie ein Spitzenteam auf und hat so im Moment völlig zu Recht nichts mit dem Platz an der Spitze der dritten Liga Ost zu tun. Im Blick auf das knallharte Restprogramm muss die Pysall-Sieben sehr schnell die Kurve kriegen. Im nächsten Heimspiel zählen nur zwei Punkte, quasi als Rückzahlung für die Fanunterstützung in den beiden Auswärtsspielen!

Wer Woche für Woche seine Leistung bringt, ist der Dresdner Anhang. Danke für die tolle Unterstützung!

Tore: Balster/Meinl (beide Tor), Bastian 1, Bajorhegyi 1, Hartmann 4, Rudow, Desler 3, Göde 3, Reimann 3/3, De Santis 2, Balsczyk 1, Mertig 1, Matschos 1, Gaida

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