MMA-Veranstaltung in der Messe Dresden vom 1.-25. April 2015

Die erst kürzlich entstandene Sportart “Mixed Martial Arts” (MMA) hat mit ihren jungen Jahren bereits eine erhebliche Menge an öffentlichen Kontroversen ausgelöst. Dabei sind die Regeln erdenklich einfach; zwei Konkurrent begeben sich in einen Käfig und bekämpfen sich unter Einsatz nahezu aller kriegerischen Techniken miteinander. In den drei- bis fünfminütigen Runden wird geboxt, geringt und geschlagen bis einer der Wettbewerber KO geht oder von den Punktrichtern, wie beim Boxen, als Gewinner nach Punkten gekürt wird. Am 25. April wird MMA auch nach Dresden, in die 10.000 zuschauerfassende Messe Dresden Halle 1, kommen und es wird erwartet, dass die Arena bis auf den letzten Platz ausverkauft sein wird.

Bei aller Härte gibt es allerdings auch ein paar verbotene Handlungen beim MMA – Kopfnüsse, Stechen in die Augen, Treffer unter die Gürtellinie sowie Schläge auf den Hinterkopf – die angeblich ein Mindestlevel an Sicherheit gewährleisten sollen und die Zuschauer vor dem Anblick übelerregender Brutalität bewahren soll.

Trotz der organisierten Struktur und dem Regelkatalog der Sportart ruft MMA immer wieder Kritik hervor, bezeichnete der US-Senator und ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain Mixed Martial Arts einst als “menschlichen Hahnkampf” und traf dabei zumindest in den Anfangsjahren des Sports den vorherrschenden Ton des Establishments. Beispielsweise stimmte auch der New Yorker Politiker Bob Reilly in diesen Chorus ein, indem er behauptete MMA sei “gewalttätig und unserer Gesellschaft unwürdig”. Um die verschiedene Kritik auf den Punkt zu bringen: Während einigen Kampfsportarten wie etwa Boxen, Judo und Karate ein Maß an Anstand, Ehrbarkeit und Respekt zukomme, fehle es MMA an einem solchen Kodex. Der einzige Sinn des Formats sei es, Massen mit roher Gewalt anzuziehen, gleichwohl Kämpfer und Organisatoren der Sportart einer solchen Wahrnemung auf stärkste widersprechen würden.

MMA bietet jedoch mehr als bloße, rohe Gewalt. Wie bei jeder Kampfkunst gibt es auch hier eine unglaubliche Bandbreite an Techniken und Fertigkeiten, die einen guten Kämpfer ausmachen; und der Umfang an verschiedenen Stilen mit denen man konfrontiert wird, erfordern ein Höchstmaß an Training und Anpassungfähigkeit. Die Zuschauermengen reagieren zudem hervorragend auf den Mix spontaner und unvorhersehbarer Freistilkämpfe, allerdings ohne die lautstarke Atmosphäre des Wrestlings-Spektakels, wie etwa beim WWE, vermissen zu lassen.

Ein Großteil der Kritik hat sich zudem als unbegründet erwiesen. Zum einen gibt es beim MMA weniger Schläge auf den Kopf als beim Boxen und MMA-Kämpfer setzen sich zudem einem geringeren, oder zumindest vergleichbaren, Risiko auf schwere Verletzungen aus als Boxer. Zum anderen genießt der Sport eine lebendige Anhängerschaft aus vielen verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und verfügt über eine Vielzahl begeisterter Amateurligen – aus denen Aktive verlauten lassen, der Sport wirke sich äußerst positiv auf das Selbstvertrauen aus.

MMA hat sich außerdem als beliebte Sportart für Buchmacher erwiesen. Schließlich sind doch die kurzen Runden, die gespickt sind von unvorhersehbaren Ereignissen, eine Garantie für eine Vielzahl sportlicher Dramen. Wettanbieter werden in der Messe Halle in Dresden vor Ort sein, allerdings bieten einige Online-Anbieter besondere Angebote für das Event.

Es ist schwer vorherzusagen, ob MMA als Sport überleben wird und auch weiterhin eine Entwicklung wie in den letzten Jahren nehmen kann. So oder so ist ein MMA-Wettbewerb eine einzigartige Erfahrung, die es wert ist, einmal miterlebt zu werden solange es noch möglich ist.

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