VC Dresden – das Ende in Liga 1?

Auf der heutigen Pressekonferenz berichteten die Geschäftsführer Matthias Broda und Jan Pretscheck über die aktuelle schwierige finanzielle Situation der Dresdner „Wölfe“ sowie deren Ursachen und mögliche Konsequenzen.

Infolge verringerter Einnahmen ist aktuell die finanzielle Situation der „Wölfe“ in eine Schieflage geraten. Als wesentliche Gründe wurden dafür genannt:

Fehlende Sponsoreneinnahmen (ca. 10 % der geplanten Summe):

Trotz eines großen Sponsorenpools wurden von einigen Unternehmen abgegebene Versprechungen und mündlichen Zusagen nicht eingehalten. Zudem können die „Wölfe“ aus vermarktungsrechtlichen Gründen im Zusammenhang mit der Margon Arena mit bestimmten Branchen, z. B. Brauereien und Hersteller von alkoholfreien Getränken, keine Sponsorenverträge abschließen. So ergibt sich ein größeres Defizit zwischen den geplanten und tatsächlichen Sponsoreneinnahmen.  Zudem hat die Stadt Dresden ihre Hilfe abgesagt, den Verantwortlichen der „Wölfe“ die Türen zu möglichen Sponsoren zu öffnen.

Fehlende Zuschauereinnahmen (ca. 10 % der geplanten Summe):
Aus verschiedenen Gründen liegt der Schnitt der zahlenden Zuschauer deutlich unter der konservativen Planung der Geschäftsführer, die sich aus den Daten der vorigen Saison ableitet.

Die Geschäftsführer sahen sich deshalb veranlasst, den bestehenden Haushaltplan zu korrigieren und entsprechende Maßnahmen zur Liquiditätssicherung einzuleiten.
Sie erhielten dabei selbstlose Unterstützung:

– von allen VC-Bundesligaspielern, die unaufgefordert ab sofort auf 10 % ihrer Aufwandsentschädigung verzichten und
– von Sportdirektor Sven Dörendahl, der ab sofort auf seine Aufwandsentschädigung verzichtet.
Zudem verzichtet auch Jan Pretscheck ab Februar 2014 auf seine Aufwandsentschädigung, und die GmbH wird per 31.1.14 den Vertrag mit Matthias Broda auflösen, so dass er dann auch nicht mehr auf der Gehaltsliste steht.

Trotz dieser Maßnahmen ergibt sich immer noch ein Defizit von 40.000 Euro. Die Geschäftsführer, die sich natürlich an die bestehenden gesetzliche Rahmenbedingungen halten müssen, haben sich deshalb den 27.12.13 als Deadline für die Weiterführung des Projektes Männervolleyball gestellt. Anderenfalls müssten sie die Insolvenz der Spielbetriebs-GmbH beantragen, die das Ende von höherklassigem Männervolleyball in Dresden bedeuten würde.

Mit großer Dankbarkeit wird deshalb die Unterstützungsaktion von Dynamo Dresden unter dem Motto „Der Dresdner Sport hält zusammen!“ aufgenommen, s. a. http://www.dynamo-dresden.de/newsdetails/der-dresdner-sport-haelt-zusammen.html. Dynamo Präsident Andreas Ritter, der an der Pressekonferenz der Dresdner „Wölfe“ teilnahm, begründete die Entscheidung seines Clubs: „Der Verein Dynamo Dresden hat in der Vergangenheit selbst kritische Situationen erlebt. Durchgestanden haben wir diese immer auch dank der Unterstützung von außen, durch Institutionen und Initiativen, aber auch durch Einzelpersonen und andere Sportvereine, die uns Solidarität entgegengebracht haben. Deshalb ist es uns wichtig, in dieser Situation etwas zurückzugeben und einem Mitglied der Dresdner Sportfamilie zu helfen.“

Auch der Fanclub „Bandenschägger“ der Dresdner Eislöwen hat seine Unterstützung für die „Wölfe“ zugesagt.

Damit dieses edle Pflänzchen „Bundesliga-Männervolleyball in Dresden“, das sich nun schon im zweiten Jahr befindet, diese momentane Krise wohlbehalten übersteht, bitten wir alle Fans und Freunde der Dresdner Volleyballszene um eine finanzielle Unterstützung.
Mit Ihrer Spende auf das folgende Konto helfen Sie mit, das derzeit bestehende Defizit von 40.000 Euro bis zu dem festgelegten Stichtag 27.12.2013 abzubauen und damit den höherklassigen Männervolleyball in Dresden zu erhalten.

Empfänger:    Volleyball Club Dresden e. V.
Konto-Nr.:    3120197342
Bankleitzahl:  85050300        – Ostsächsische Sparkasse Dresden
Betrag:
Kennwort:     Rettung der „Wölfe“

 

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Hiecke

VC Dresden

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