Turbine Dresden – Dreifacher Klausnitzer reicht am Ende nicht!

Nach dem 1-1 gegen Löbtau in der Vorwoche sollten beim Auswärtsspiel in Dobritz wieder 3 Punkte her um in der Tabelle an den Sportfreunden vorbeizuziehen und sich dem Saisonziel Platz 5 einen großen Schritt zu nähern. Es sollte ein spektakuläres Spiel werden, bei dem beide Mannschaften insgesamt 7 mal in die Tornetze schießen konnten.
Die Aufstellung der Turbinen änderte sich zum Sonntag nur minimal: Eric Hübner rutschte für den Arbeit bedingt abwesenden André Helm in die Startformation. Außerdem nahm der wieder-genesene Markus Barthel auf der Bank platz. Der beste Torschütze der 2. Männermannschaft, Martin Buchholz, unterstützte die 1. ebenfalls als weitere Wechseloption.
Das Spiel begann, wie das Spiel am Sonntag beendet wurde: eine überlegene Turbine-Mannschaft.
Folgerichtig fiel in der 9. Minute das 0-1. Der Treffer war dabei fast eine Kopie des 1-1 gegen Löbtau. Roth setzt sich auf rechts durch, führt dabei seinen Gegenspieler „mit dem Nasenring durch die Manege“ indem er ihn tunnelt und legt dann flach in die Mitte wo Klausnitzer den Ball am langen Pfosten nur noch über die Linie drücken muss.
Nach der Anfangsoffensive übernahm Dobritz Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr das Kommando. Und so kam es wie es kommen musste: Nach einer kollektiven Schlafeinheit in der Hintermannschaft der Turbinen nutzte Brozait in der 35. Minute eine lange Einwurfvorlage eiskalt zum 1-1 aus.
Auch in den darauf folgenden Minuten bekam Turbine das Spiel nicht unter Kontrolle und kassierte nach einem langen Ball in der 41. Minute das 2-1, nachdem der schnelle Schulz der Hintermannschaft enteilt war.
In der Pause wechselte Turbine-Coach Steinhardt zwei mal um neue Impulse zu setzen. Barthel und Rüdrich kamen für Gräber und Pansch.
Auch Dobritz-Coach Selber brachte mit Robert Guder einen frischen Mann für Klengel.
Turbine kam mit einer deutlich verbesserten Einstellung zurück auf den Platz. Und so dauerte es keine 2 Minuten um den Ausgleich zum 2-2 zu erzielen: M.Richter schickte Klausnitzer mit einem Außenrist-Pass die linke Linie lang, dieser passt flach in die Mitte zu Roth, der von 2 dobritzer Spielern gemeinschaftlich zu Fall gebracht wird. Klausnitzer lässt sich diese Chance nicht entgehen und verwandelt links halbhoch. Torhüter Bergmann war noch dran.
In der 53. Minute kam es dann zu einer sehr umstrittenen Szene. Dobritz spielt sich auf Links durch die Turbine-Hintermannschaft und spielt flach in die Mitte. Auf der Fünfmeterraum-Linie kommt Torhüter Heimbold zeitgleich mit Schönfelder an den Ball. Dieser zieht voll durch und erzielt damit das 3-2, nimmt aber auch eine Verletzung des Turbine-Torhüters billigend in Kauf, der anschließend mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden muss. Diese beschert Heimbold den 2. Krankenhaus-Aufenthalt innerhalb weniger Wochen.
Mit Kämpfer geht anschließend ein Feldspieler zwischen die Pfosten, Buchholz kommt für Heimbold und nimmt die Position neben Klausnitzer im Sturm ein.
In der 69. Minute kommt es dann zum 2. Strafstoß für Turbine. M.Richter geht nach einem vom Verteidiger abgeprallten Ball mit Tempo in den Strafraum und wird an der Strafraumkante mit einem ungeschickten Check zu Fall gebracht. Schwer zu erkennen ob es sich um ein Foul vor oder im Strafraum handelt, Schiedsrichter Teichmann zeigt auf den Punkt und liegt damit mutmaßlich richtig.
Klausnitzer lässt sich auch dieses Tor nicht nehmen und verwandelt rechts halbhoch. Auch dieses Mal war der Torhüter in der richtigen Ecke, kann aber nichts machen.
Wenige Minuten danach dann die große Chance für Turbine in Führung zu gehen: Ein langer Ball von M.Richter landet beim heraus geeilten Torhüter der mit einer missglückten Rettungstat Klausnitzer anschießt. Der Ball trudelt Richtung leeres Tor, wo ein Abwehrspieler versucht den Ball zu klären. Auch dieser Rettungsversuch misslingt und die Kugel findet seinen Weg zum Kopfball-Duell zwischen Buchholz und einem Dobritzer Abwehrspieler. Buchholz trifft den Ball aber nicht richtig und die Kugel rollt rechts am immer noch leeren Tor vorbei.
In dieser Phase war das Spiel sehr umkämpft, mit keinen klaren Vorteilen für eine der beiden Mannschaften.
In der 87. Minute fällt dann doch noch das entscheidende Tor: Nachdem ein Dobritzer Stürmer den Ball am Tor vorbei köpft gibt es zur Verwunderung aller Ecke. Diese kommt perfekt zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt wo der eingewechselte Guder vollkommen frei zum Kopfball kommt.

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