Wegen Krawallen – keine Auswärtskarten von Dynamo Dresden für die Fans

Nach erneuten Krawallen und Auseinandersetzungen der Dynamo Dresden Fans, dieses mal in Kaiserlauten, setzt sich die Vereinsspitze resolut gegen die Chaoten in den eigenen Reihen durch. Die heftigen Krawalle in und um das Stadion, bei denen Pendelbusse angegriffen und Pyrotechnik entzündet worden war, wobei sich der Sachschaden auf ungefähr 70.000 Euro beläuft, haben die Geschäftsführung des Zweitligisten zu härteren Maßnahmen veranlasst – die eigenen Fans werden temporär ausgesperrt. Bei den kommenden drei Auswärtsspielen, gegen Erzgebirge Aue am 10. März, Eintracht Braunschweig am 28. März und Union Berlin am 14. April, wird Dynamo Dresden ohne die übliche Fanunterstützung auskommen müssen.

Glücksgas Stadion

Dynamos Geschäftsführer Christian Müller begründete diese Entscheidung mit den folgenden Worten: „Wir wollten ein deutliches Zeichen setzen. Mit dieser Strafe sollen die Krawallmacher zum Einlenken gebracht werden.” Er betonte, er wolle alles dafür tun, das Ansehen des Vereins zu schützen, und warnte vor einer falschen Solidarität der wahren Fans gegenüber den Hooligans. Nichtsdestotrotz will die Vereinsführung die Fans anlässlich des 60. Geburtstags des Vereins, der auf das Spiel gegen Union Berlin am 14. April fällt, ins Stadion einlassen. Er wollen diesen wichtigen Tag für den Dynamo Dresdens in Frieden mit den Fans feiern können.
Den noch offenstehenden Einspruch gegen den DFB Pokal-Ausschluss wird Dynamo definitiv noch aufrechterhalten, denn nach Ansicht der Vereinsführung stehen die Vorkommnisse im DFB-Pokal in keinem direkten Zusammenhang mit den Vorkommnissen in Kaiserslautern.

Aber wie sieht es nun konkret für die Fans bei den nächsten Spielen aus? Ist es
möglich, überhaupt irgendwie an Tickets zu kommen? Offiziell werden keine Karten über Dynamo verkauft werden, allerdings können es die Fans über die Gastgebervereine Braunschweig, Aue oder Union, versuchen. Das heißt natürlich, dass man nicht im Gästeblock, sondern im normalen Teil des Stadions unterkommt. Wie Dynamo Dresden und die Gastgeberteams damit umgehen werden, ist bislang noch unklar.
In wirtschaftlicher Hinsicht wird sich diese Sperre auf die betroffenen Vereine negativ auswirken – man geht von Verlusten von circa 50.000 Euro pro Spiel aus, was den Dynamo Dresden allerdings nicht daran hindern, ein starkes Zeichen gegen Gewalt und Krawalle zu setzen. Sicherheit geht schließlich vor, auch wenn das schwere Einbußen bedeutet.

Fußballfans gehen allgemein immer mehr dazu über, Tickets im Internet zu erstehen. Vorsicht ist allerdings bei der Wahl der Plattform geboten – leider treiben nicht wenige schwarze Schafe in den Tiefen des Netzes ihr Unwesen. Fußballtickets 2013 können am besten über etablierte Veranstalter wie ticketbis.de erstanden werden, wo Fans davon ausgehen können, ihr Geld zurückerstattet zu bekommen, sollte eine Veranstaltung einmal ausfallen. Selbstverständlich können auf dieser Plattform auch Eintrittskarten für Bayern München und weitere Erstligisten erworben werden. Bleibt nur zu hoffen, dass es bei den Spielen der kommenden Saison friedlich zugeht. Was im Sport selbst gilt, sollten sich auch die Fans zu Herzen nehmen – Sportsgeist bedeutet schließlich auch, verlieren zu können, ohne den Gegner zu bekriegen!

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