Vergesst mir nicht die Paralympics

Der Kampf und der Willen der Sportler ist der gleiche, wenn nicht sogar höher als bei den Teilnehmern von Olympia. Denn die Sportler bei den Paralympics leben mit den selben, von den „uneingeschränkten“ Sportlern schon während der Spiele kritisierten, Bedingungen die im deutschen Sportbund herrschen. Sie müssen sich zusätzlich motivieren, auch mit der Behinderung ihr Leben meistern. Das bedeutet noch mehr Belastung und noch größere Verzichte in Kauf zu nehmen um den Sport professionell betreiben zu können.

Der Lohn dafür ist für manche die Teilnahme an den Paralympics, es ist für viele der Höhepunkt ihrer Karriere, die so, oft nicht geplant war. Damit beweisen sie es nicht nur Anderen, sondern auch sich selbst, dass sie es geschafft haben. Das sie alle Hürden genommen haben um so weit zu kommen. Leider wird ihnen oft viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt wie denen, welche ohne Behinderung sprinten, springen und werfen. Und dann bekommen sie auch noch den letzten Rest aus dem großen Topf der olympischen Spiele. Wenn man sonst schon kaum etwas im Fernsehen oder den Nachrichten von Sport und Sportlern aus dem Behindertenbereich mitbekommt, dann wäre es, auch für die Weltoffenheit, doch sinnvoll diesen Athleten die ganz große Bühne zu geben. Anstatt die beiden, immer noch unterschiedlich behandelten, Veranstaltungen flüssig in einander übergehen zu lassen, lässt man die Begeisterung abklingen und wartet zwei Wochen(Start am 29. August) bis es weiter geht. Könnten die paralympischen Teilnehmer nicht auch von den jubelnden Fans der olympischen Spiele profitieren?

Immerhin ist das allgemeine Interesse höher als 2008 in Peking. Das zeigen auch die bisherigen Kartenverkäufe. 2,1 Millionen Karten sind bisher für die Paralympics verkauft worden. Bei den Spielen im Jahr 2008 waren es knapp 1,3 Millionen, in Athen 2004 wurde die Millionengrenze nicht erreicht. Die Entwicklung ist also positiv.

 

 

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