Mario Fillinger – der Durchbruch kam nicht, aber die Verletzungen

Noch hängen die Bilder im Vereinsheim der SG Dresden Striesen und sie werden wohl auch noch eine Weile hängen bleiben. Daneben hängen René Beuchel, Marcus Hesse, Uwe Jähnig, Falk Schindler, Andreas Trautmann . Alle spielten einmal bei der SG Striesen. In Dresden kennen Mario aber nur wenige, wahrscheinlich auch, weil er nicht für Dynamo Dresden spielte.

Das damalige Talent Mario Fillinger spielte bis 1996 bei der SG und holte sich dort die technischen und körperlichen Grundeigenschaften für einen Profifußballer. Dann wechselte er zum Chemnitzer FC. Dort entwickelte er sich weiter und kam in der Saison 2003/04 zu seinem ersten Spiel in der damaligen Regionalliga. 1 Jahr später verpflichtete ihn der Hamburger SV, nach dem Fillinger schon 2 spiele in der U-20-Nationalmannschaft absolviert hatte. Doch eine Verletzung im Meniskus verhinderte den weiteren Aufstieg. Nach 11 Partien in der Bundesliga, 2 Spielen in der Champions-League 06/07 und einem Einsatz im Ligapokal wurde der Mann, der das Fußball spielen in Dresden erlernt hat fast nur noch in der 2. Mannschaft des HSV eingesetzt.

In der nächsten Saison ging es für ihn zu Hansa Rostock und mit der Mannschaft in Liga 2. Nach einer schlechten Hinrunde musste sich Rostock gegen den sofortigen Abstieg wehren. Mit 8 Toren trug Mario redlich dazu bei. Doch im folgenden Jahr konnte er seine Leistung nicht wiederholen und Rostock stieg ab.

2010/11 machte er halt beim FSV Frankfurt, doch an seine Zeiten beim HSV konnte er nicht mehr anknüpfen. Ab dieser Saison spielt er für Rot-Weiß-Erfurt in Liga 3. Seine vielen Verletzungen verhinderten eine schönerer „Karriere-Kurve“ und einem Mann aus Dresden den Sprung in die „Welt der Stars“. Das Talent hatte er, davon sind sie in Striesen überzeugt.

Zurzeit warten wir in Dresden mal wieder auf einen Spieler mit Weltklasse Format. Eine Frage der Zeit?

Quelle: Papier

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