Probetraining bei den Verkehrsbetrieben

Mittwoch – Einer meiner Freunde fragte mich, ob ich denn nicht mal mit zum Training bei seinem Fußballverein kommen würde. Sollte ich den Versuch der großen Karriere als Fußballer jetzt noch beginnen? Nach meinem 8. Lebensjahr war diese eigentlich schon vorbei. Ich spielte ein gutes halbes Jahr beim SV Goppeln, heute SG Gebergrund Goppeln. Dann tobte ich mich bei vielen verschiedenen Sportarten aus. Das Fußball Spielen blieb aber immer eines meiner Hobby´s. Am Wochenende ging es oft auf den Boltzplatz, bei kleinen Freizeitturnieren war ich auch schon und im Winter in der Halle. Mehr dann aber auch nicht.

Da nun aber das Angebot stand und ich diesem auch nicht abgeneigt war, fand ich mich am Donnerstag 19 Uhr auf dem Trainingsgelände der SG Verkehrsbetriebe Dresden wieder (Pillnitzer Landstraße 94). Ein kleines Vereinsgebäude. Die Umkleide nicht gerade groß, aber wer braucht schon große Umkleiden, wenn er raus auf den Platz will. Dieser war für einen Verein, der mit seiner 1. Männermannschaft in der Kreisliga C spielt, in einem sehr guten Zustand. Nicht viele kleine Vereine können sich es leisten mit der Mannschaft auf gepflegtem Rasen zu trainieren. Dafür gibt es von mir ein Lob.

Blöd nur, wir waren nicht pünktlich, konnten dafür aber nichts, da das Training für die Männer normalerweise 19 Uhr los geht, aber aufgrund des Relegationsspiels zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf eine halbe Stunde vorverlegt wurde. So gab es nur eine sehr kurze Vorstellung beim Trainer, dann 3 Runden einlaufen. Auch während des Trainings wurde ich nicht weiter begutachtet. Keine Aussage über meine Technik oder anderes. Ein wenig enttäuschend für mich. Dachte ich doch das ich auch ein paar Tipps bekomme.

Die Trainingseinheit war sehr entspannt. Passübungen mit und ohne Sprints. Flanken und Torabschluss, dabei immer schön um die Kegel dribbeln. Nichts spektakuläres, aber damit habe ich auch nicht gerechnet. Verwundert hat mich eher der fehlende Ehrgeiz der etablierten Spieler. Alles wurde sehr, nicht von allen, lasch angegangen. Zwischendurch auch mal mit der Freundin am Spielfeldrand gequatscht. So kenne ich das – aus dem Freizeitbereich. Auch das 20 minütige Kleinfeldspielchen änderte nichts daran.

Danach noch eine kurze Aussprach mit dem Trainer: „Willst du hier spielen, wir brauchen unbedingt Spieler für die nächste Saison?“ – “ Ich würde nochmal zu einem Probetraining kommen“, antwortete ich.

Schade das sich hier die DVB nicht mehr um ihren Verein kümmert. Keine Werbung, keine Aktionen, welche den Verein unterstützen würden. Den Abstieg hat der Trainer schon fest eingeplant. Ob die Mannschaft nächstes Jahr überhaupt weitermacht? Das steht momentan noch in den Sternen.

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