Dynamo Dresden 2013 – keine Schulden bei der Stadt mehr

Bis zu den Krawallen einiger Chaoten in Dortmund konnte sich Dynamo stetig steigender Einnahmen erfreuen. Das machte es Geschäftsführer Volker Oppitz leichter, ein Entschuldungskonzept zu erarbeiten. 180 Seiten umfasst der Plan, mit dem die Schwarz-Gelben sich freischwimmen wollen. Abgesehen von den Verbindlichkeiten bei Medienunternehmer Michael Kölmel, die mit Rangrücktritt versehen sind, steht Dynamo derzeit mit insgesamt einer Million Euro in der Kreide. 309000 Euro davon schuldet der Verein noch der Stadt, die ihn im Mai 2008 mit einem Darlehen über 1,25 Millionen Euro vor der Insolvenz rettete. Bleibt Dynamo in der 2. Bundesliga, soll der Rest bis zum Ende der Saison 2012/13 vollständig zurückgezahlt sein. Obwohl der Klub seine Einnahmen durch höhere TV-Gelder, Werbe- und Merchandisingerlöse, deutlich gestiegene Zuschauerzahlen (aktueller Schnitt 27000 statt geplant 17700 pro Heimspiel) und auch eine Explosion der Mitgliederzahl auf aktuell 11300 steigern konnte, fällt das Wirtschaften immer noch schwer. Die hohen Mietkosten für das Stadion von 4,2 Millionen Euro pro Jahr lasten schwer auf dem auch von überdurchschnittlich hohen Aufwendungen für die Sicherheit im Stadion betroffenen Klub. Für das laufende Jahr gewährte die Stadt zwar einen Zuschuss von 1,43 Millionen Euro, doch genügend Geld, eine Mannschaft aufzustellen, die nach den Sternen greift, bleibt nicht übrig. Mit einem Personalaufwand von 5,9 Millionen Euro liegt die SGD unter dem Ligadurchschnitt (7,4 Millionen Euro). Laut Oppitz wäre es schon ein großer Erfolg, sich in den nächsten zwei, drei Jahren in der zweithöchsten Spielklasse zu etablieren. Wie ein Damoklesschwert über allen Bemühungen schwebt das ungelöste Problem mit den Gewalttätern unter den eigenen Fans. Es kostet Image, Geld und vielleicht sogar irgendwann die Lizenz.

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