Football in Dresden

Es ist schon das letzte Heimspiel der Saison für die Dresden Monarchs. Eine Saison die nicht wirklich gut war, schon fast nicht mehr durchschnittlich war. Mit dem Sieg gegen Essen am 11 Spieltag konnte man sich den Klassenerhalt zwar vorzeitig sichern, aber nach einer erneuten Niederlage gegen Düsseldorf am letzten Wochenende waren auch die letzten Hoffnungen, doch noch die Playoffs zu erreichen erloschen, wenn denn noch Hoffnung bestand. So durchschnittlich wie die Saison war, bei den Zuschauern wird Football beliebter. Mit knapp 2500 Zuschauern kommen fast 600 mehr Zuschauer im Schnitt zu einem Spiel als 2010. Das sollte doch Motivation genug für die nächste Saison sein! Die meisten Zuschauer kamen zu den Spielen im Glücksgas-Stadion, in dem normaler Weise die SG Dynamo Dresden heimisch ist. Dies liegt wohl auch daran, das die Atmosphäre im Neubau einfach besser ist, zudem ist der Standort zentraler und besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Dem alten Heinz-Steyer-Stadion merkt man die Jahre an, in denen es kaum Investitionen gab und wenn es welche gab, dann eigentlich nur, um es mal auf den Punkt zu bringen, damit es nicht einstürzt. Klar das Eltern sich einmal mehr überlegen mit ihren Kindern dort hin zu gehen. Auffällig ist auch, das die Spiele im Glücksgas-Stadion mehr beworben werden als die anderen. Woran das wohl liegt? Die Miete muss wieder eingenommen werden. Die liegt für ein Spiel bei etwa 5000 Euro (Die jährliche Miete beträgt ca. 2,1 Mio. Euro). Aber positiv ist es doch schon das die Monarchs im Glücksgas-Stadion auflaufen dürfen. Das Football nicht die Zuschauer-Zahlen erreicht wie Fußball, dafür können die Dresdner kaum etwas. Dies liegt an dem allgemeinen in Deutschland geringen Interesse an diesem Sport. Anders als in Amerika oder Neuseeland, wo dieser Sport die Menschen begeistert wie hier zu Lande der Fußball, sind die deutschen in Football noch nie wirklich erfolgreich gewesen und wer mag schon „Loser“? So hart das auch klingt, aber einer Mannschaft zu zusehen, welche nur verliert macht einfach keinen Spaß. Dann ist es nur logisch, dass das Interesse verloren geht. Aber sie müssen versuchen den Sport attraktiv zu präsentieren. Dies wird zwar mit leicht bekleideten, tanzenden Cheerleadern versucht, aber diese spielen dann doch nur eine Nebenrolle. Für die Monarchs heißt es also, sich mehr in den Vordergrund zu spielen. Ein Meisterschaftstitel wäre das Beste was geschehen könnte. Dann würde der Sport nicht nur auf mehr Interessierte Dresdner stoßen, sondern der Mannschaft helfen neue Sponsoren zu gewinnen, vielleicht auch irgendwann einmal die Sportler zu bezahlen, welche Ihr Hobby noch nicht zum Beruf machen konnten. Ja, deutsche Footballer bekommen sehr selten ein Gehalt, die Vereine können sich dies einfach nicht leisten. Die Spieler gehen neben Ihrem mehrmaligem wöchentlichem Training und Spiel am Wochenende auch noch Arbeiten, zur Schule oder absolvieren ein Studium. Ich finde das sehr bemerkenswert und bin auch oft erstaunt, wie viel Ehrgeiz und Zeit sie dafür investieren. Ein befreundeter Spieler der Monarchs sagte zu mir einmal: “Football in Deutschland ist Freizeitsport mit Profisportlern“. Das trifft es ganz gut auf den Punkt. Ich wünsche mir ein schönes letztes Heimspiel und das die nächste Saison besser verlaufen wird. Bis Samstag.

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